Schwerer Krankheitsverlauf: Gut versorgt trotz
extremster Umstände.

Die vollständige Entfernung ihres Magens (Gastrektomie) war für Frau Berner erst der Beginn einer ganzen Reihe von Operationen. In weiteren Schritten mussten große Teile des Dünn- und Dickdarms entfernt (Massive Dünndarm-Resektion mit ca. 15 cm Restdarm und Colon-Teilresektion), sowie ein künstlicher Darmausgang (Ileostoma) gelegt werden

Zudem wurde bei der 59-jährigen Patientin eine operative Öffnung der Luftröhre angelegt (Tracheostoma). Diabetes, eine Lungenembolie sowie Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (koronare Herzerkrankung, KHK) verschlimmerten Frau Berners Gesundheitszustand zunehmend

Mehrere Entlassungsversuche in die ambulante Versorgung scheiterten, da Frau Berner täglich bis zu vier Liter Wasser über das Ileostoma verlor. Dieser sogenannten Exsikkose folgten schwere Elektrolyt-Entgleisungen. Ihr allgemeiner Zustand verschlechterte sich zunehmend, sodass Frau Berner im weiteren Verlauf zweimal reanimiert werden musste. Durch das viele Liegen hatten sich am Steißbein bereits Geschwüre gebildet (Dekubitus, Grad 2-3).

Persönlich beraten: Als uns die Klinik anrief, war Frau Berner bereits seit einem Jahr in stationärer Behandlung. Wir erfuhren auch von Frau Berners schwierigen Familienverhältnissen, ihrer finanziellen Notlage und davon, dass sie alleine in ihrer Wohnung lebte.

Optimal vorbereiten: Mit dem Stationsarzt, dem Pflegepersonal und anschließend mit dem Hausarzt besprachen wir die umfangreichen Therapiemaßnahmen. Die Übernahme der daraus zu erwartenden Zusatzkosten regelten wir mit dem zuständigen Sozialamt. Zeitgleich organisierten wir einen häuslichen Pflegedienst und eine zusätzliche Nachbarschaftshilfe. Für die 24-Stunden-Betreuung konnten wir zudem, neben einem Bekannten, auch Frau Berners Tochter gewinnen.

Zu Hause versorgen: Zweimal pro Woche kontrollierten wir Frau Berners Blutwerte und stellten so das Elektrolytgleichgewicht sicher. Der Wechsel der Trachealkanüle erfolgte bis zu zweimal monatlich.

Frau Berner konnte fortan zu Hause versorgt werden und musste nicht mehr in die Klinik. Erst nach eineinhalb Jahren suchten wir für sie einen Heimpflegeplatz. Wir schulten auch hier das Pflegepersonal, um weiterhin reibungslose Pflegeabläufe sicherzustellen.

Auch wenn Frau Berner wenig später in dem Heim verstarb, konnte sie zuvor noch lange Zeit im vertrauten Umfeld ihrer Wohnung verbringen.

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